Märkte und Branchenstrukturen verändern sich heutzutage fortlaufend. Angesichts dieser Tatsache ist es eine wesentliche Aufgabe der Strategischen Planung (SPL), stets die unternehmerische Handlungsfähigkeit zu gewährleisten. Die Rentabilität und damit den Bestand der Behörde zu sichern, ist ihr Hauptziel. Dabei richtet sich das strategische Handeln und Denken ausschließlich an übergeordneten Zielen aus; von vordergründigen Dringlichkeiten lässt es sich nicht beeinflussen.
Im ZIVIT ist das Referat QP 1 für die SPL zuständig. Ihre Ziele leiten sich aus den Behördenzielen und damit aus der Geschäftsstrategie ab. Die IT-Strategie beschreibt diese Ziele in einer IT-Architektur und bildet sie mit dem Tool ADOit ab. Die Entwicklung der IT-Strategie ist als ein dauerhafter Entscheidungsprozess zu verstehen, in dem künftige IT-Architekturkomponenten unter Einbeziehung der Geschäftsziele ausgewählt werden. Damit liefert sie eine Reihe auf die Zukunft ausgerichteter Entscheidungen.
Die Erreichung ihrer Ziele hängt jedoch nicht nur von internen Voraussetzungen wie der Geschäftsstrategie, der Ist-IT-Architektur und der Ist-Organisation ab. Auch externe Faktoren wie die Technologie- und Marktentwicklung sowie die Anforderungen der Kunden spielen eine gewichtige Rolle. Deshalb gehören Marktbeobachtungen und Technologieforschung zu den vorrangigen Aufgaben der SPL. Dabei wird untersucht, ob mit den bisherigen Konzepten in den vorhandenen Geschäftsfeldern der Geschäftserfolg auch in Zukunft gesichert ist. Ist dies nicht der Fall, muss die IT-Strategie des ZIVIT frühzeitig die dazu notwendigen Bedingungen schaffen. Die Strategische Planung ist also ein informationsverarbeitender Prozess, der die internen Anforderungen des ZIVIT und die der externen Kunden so mit seinen Potenzialen abstimmt, dass der langfristige Erfolg der Einrichtung gesichert ist.
In der Praxis bedeutet dies: Wenn im ZIVIT aufgrund fachlicher Anforderungen eine neues Produkt implementiert werden soll, ist zunächst der Kundenberater zuständig. Er klärt die genauen Erfordernisse und bezieht dabei die IT-Strategie mit ein. Auf der Basis der bereits vorhandenen Infrastrukturkomponenten wird dann die für das neue Verfahren erforderliche IT-Architektur erarbeitet. Ein entsprechendes Realisierungskonzept wird dem Kunden vorgeschlagen und mit ihm diskutiert. Erfüllt diese IT-Architektur mit schon bestehenden Hard- und Software- Komponenten die Anforderungen des Kunden, gibt die SPL in einer Entscheidungsvorlage das erarbeitete Umsetzungs- und Entwicklungskonzept frei. Ist dies nicht der Fall, sucht sie nach neuen Hard- oder Software-Komponenten und lässt diese testen. Wenn sie die Tests bestehen, werden sie zur Realisierung des Fachverfahrens freigegeben. Um die dazu benötigten technischen Funktionalitäten braucht sich der Kunde selbst also nicht mehr zu kümmern.