Das IT-Verfahren
ATLAS (
Automatisiertes
Tarif- und Lokales Zoll
abwicklungs
system)
löst in derzeit insgesamt 350 Dienststellen der deutschen Zollverwaltung die Zollaltverfahren ab. Es ermöglicht eine weitgehend automatisierte Zollabfertigung und -sachbearbeitung
des grenzüberschreitenden Warenverkehrs.
Dabei pflegt ATLAS zentral die Software- und Stammdaten und archiviert die Anmeldedaten. Dies erleichtert zum einen die Arbeit der Risikoanalyse, der Zollfahndung und der Prüfungsdienste.
Zum anderen vereinfacht es die Zusammenarbeit mit den Zollverwaltungen anderer EU-Mitgliedstaaten und ermöglicht einen einheitlichen und zeitgemäßen Informationsaustausch
mit der am Außenhandel teilnehmenden Wirtschaft.
Die Anwendung des Verfahrens gliedert sich in mehrere Schritte: Nach der summarischen Anmeldung erfolgt die eigentliche Zollabfertigung unter Einbeziehung von Daten aus dem
Elektronischen Zolltarif. Die Art der Zollbehandlung wird festgesetzt, Veredelungs- und Umwandlungsverfahren werden berücksichtigt, die Höhe der Zollabgaben unter
Umständen angepasst und ergänzende Zollanmeldungen abgerechnet. Nach der Bewilligung werden die Waren optional in den freien Verkehr bzw. in ein Versand- oder
Ausfuhrverfahren überführt oder im Zolllager deponiert.
Alle Anwendungsteile können per Teilnehmereingabe (Wirtschaftsbeteiligte) und in Ausnahmefällen per Benutzereingabe (Zöllner) bedient werden.