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NIZZA-Version 2.3 seit Februar bei allen Zollzahlstellen im Einsatz

Eintrag vom 24.02.2010

Der Rollout der NIZZA-Version 2.3.4.4 wurde am 5. Februar beendet und das Projekt "NIZZA 2.3" termingerecht abgeschlossen. Mit dieser Version wurde die Umsetzung des Zahlungsinstrumentes "SEPA-Überweisungen" durchgeführt. Das Fachverfahren ist damit in der Lage Inlandsüberweisungen im XML-Format zu tätigen.

Das IT-Verfahren NIZZA wird seit Mitte der neunziger Jahre im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen entwickelt und programmiert. Es hat unter anderem Schnittstellen zu ATLAS, mehreren Verbrauchsteuerverfahren, dem Vollstreckungsverfahren, der Bundesbank und der Bundeskasse. Zwei Arbeitspakete dieser Programmversion betreffen den Einstieg des Verfahrens in die "SEPA-Fähigkeit" und die "Neugestaltung der Schnittstellenprozesse". Mit der "Neugestaltung der Schnittstellenprozesse" wurden die bestehenden Server-Schnittstellenprogramme durch JAVA-Programme abgelöst. Bei der Umsetzung wurde darauf geachtet, die fachliche Logik in Datenbank-Prozeduren zu verlagern und die Funktionalität der Server-Programme auf das notwendige Maß zu beschränken. Basierend auf einer bestehenden Schnittstellenvereinbarung wurde im Rahmen dieses Arbeitspaketes das Schnittstellenprotokoll "IT-Fachverfahren" eingeführt. Unter Verwendung dieser Schnittstellenvereinbarung ist es möglich, weiteren Zollverfahren die NIZZA-Funktionalitäten ohne Programmanpassungen auf der Zollzahlstellenseite zur Verfügung zu stellen.

Maik Puls, verantwortlicher Arbeitsbereichs- und Projektleiter, betont: "Nur durch das Engagement und das Fachwissen aller Beteiligten in Bereichen wie Planung, Angebotserstellung, Beschaffung, Programmierung, Betrieb, Schnittstellen und Vertragsabwicklung konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden."

Nach der Schaffung eines einheitlichen Europäischen Wirtschaftsraums und der Einführung der Euro-Banknoten und - Münzen soll nun auch der bargeldlose Zahlungsverkehr über Ländergrenzen hinweg vereinheitlicht und die Abwicklung grenzüberschreitender Zahlungen genauso einfach und effizient werden, wie im Inland. Zur Erreichung dieses Zieles hat sich die europäische Kreditwirtschaft zur Schaffung eines einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes (Single Euro Payment Area - SEPA) entschlossen.

Mit der nächsten NIZZA-Version (2.4) werden SEPA-Lastschriften und SEPA-Auslandsüberweisungen in 32 Staaten realisiert.

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