Netze des Bundes
Quelle: www.pixelio.de/Rainer Sturm
Die Regierungschefs des Bundes und der Länder haben seinerzeit entschieden, eine abgestimmte Kommunikationsinfrastruktur der Deutschen Verwaltung auf- und auszubauen. Diese Entscheidung ist Teil des Aktionsplans „Deutschland-Online“.
Mit der Schaffung einer abgestimmten Kommunikationsinfrastruktur der Deutschen Verwaltung wird die historisch gewachsene heterogene Infrastrukturlandschaft schrittweise zusammen geführt. Damit werden ungewollte Redundanzen und Interaktionsbarrieren abgebaut und neue Kommunikationswege eröffnet. Das Projekt "Netze des Bundes (NdB)" trägt der Tatsache Rechnung, dass der Netzinfrastruktur mittlerweile eine zentrale Rolle auch im öffentlichen Bereich zukommt.Die Funktionstüchtigkeit und Verfügbarkeit dieser Netzinfrastrukturen auch unter erschwerten Bedingungen wie Naturkatastrophen o.ä. ist von elementarer Bedeutung für das Staatsgebilde – und darüber hinaus. Auch terroristischen Bedrohungslagen – Stichwort „Cyberwar“ - kann nur mit moderner Technik und angepasster Organisation begegnet werden. Hierzu wird auch die zentrale Steuerung der Netzinfrastruktur durch den Bund gestärkt.
Im ersten Schritt werden die beiden zentralen ressortübergreifenden Regierungsnetze IVBB (Informationsverbund Bonn – Berlin) und IVBV/BVN (Informationsverbund Bundesverwaltung / Bundesverwaltungsnetz) in eine leistungsfähige und sichere gemeinsame Netzinfrastruktur überführt. Aufbauend auf dieser gemeinsamen Infrastruktur können Behörden dann ihre Liegenschaften anforderungsgerecht und sicher miteinander vernetzen, behördenübergreifend kommunizieren und IT-Verfahren anbieten oder selbst nutzen.
Die neue Netzinfrastruktur wird modular geplant und im Verbund entwickelt, getestet und schließlich betrieben. Die Vergabe von Modulen mit hoher Kritikalität für den Betrieb und die Sicherheit der Netzinfrastruktur erfolgt verstärkt an die vorhandenen bundeseigenen IT-Dienstleister.
